01.06.2026
Morgens am Ankerplatz ist die Welt noch in Ordnung :-) Wir nehmen noch ein Bad im Meer und dann gehts los.
Unser Freund des Meeres in der Abendsonne in der Marina Agios Nikolaos.
<< Blick von oben auf die Marina und das Werftgelände.
11 sm später sind wir in der Marina Agios Nikolaos. Hier werden wir für 2 Nächte bleiben, um Frischwasser zu tanken und Wäsche zu waschen.
02.06.2026 Ich starte Morgens gleich die zweite Waschmaschine und kaufe noch ein großes Olivenbrötchen und ein Vollkornkringel beim Bäcker für insg. 2,30 Euro. Nach 50 Minuten ist die Waschmaschine schon fertig und die Wäsche kann aufgehängt werden. Nach weiteren ca. 3 h ist auch alles schon wieder trocken. Wir machen einen Ausflug durch den Ort Agios Nikolaos und gehen danach noch zu einem Supermarkt. Abends wollen wir in ein Restaurant zum Essen. Dort werden traditionelle Mezegerichte angeboten. Wir haben ja Scooter und von daher haben wir eine deutlich größere Reichweite als zu Fuss. Der Ausflug in den Hauptort lohnt sich. Der Restaurantbesuch auch! Hier einige Impressionen aus dem Ort Agios Nikolaos:
Die erste Waschmaschine starte ich noch am gleichen Tag. 4 Euro kostet eine Ladung in der Marina. Die ist übrigens sehr gepflegt.
Abends gehen wir in ein Restaurant direkt gegenüber der Hafeneinfahrt. Es scheint, wie meistens in Griechen- land, ein Familienbetrieb zu sein. Der Kellner ist fleißig und das Essen sehr gut.
03.06.2026 Wir machen uns gemütlich fertig und starten danach wieder Richtung Bucht. Dort wollen wir ausharren und ein bisschen Urlaub machen mit Mietwagen etc. An der Einfahrt zur Bucht ist die niedrigste Wassertiefe 3,20 m - sagt unser Lot. Wir passen genau auf, dass wir schön in der Mitte der Fahr- rinne bleiben…. Danach ankern wir sozusagen wieder an der selben Stelle wie vor 3 Tagen. Die Insel der Leprakranken ist mittlerweile ein Ausflugort für die Touristen, die mit Fischer- und Ausflugbooten dorthin transportiert werden. Bis zum Jahr 1957 wurde zuletzt die Insel von Leprakranken bewohnt. Es war die letzte europäische Stätte, wo Leprakranke ausgesetzt waren. Hier gab es auch eine Schule für die Kranken von Kranken. Lepra ist zwischenzeitlich heilbar und wenn es früh erkannt wird, gibt es keine bleibenden Schäden. In Deutschland gibt es pro Jahr rechnerisch 1 Fall von Lepra und der wurde aus einem Urlaubsland einge- schleppt. Der Ausbruch der Krankheit kann sogar erst 30 Jahre später erfolgen (sagt das Internet). Das Abendessen bereiten wir auf dem Boot zu und fassen schon mal aus der Ferne das ein Restaurant ins Auge, welches wir ausprobieren könnten. Da wissen wir noch nicht, dass wir unsere Pläne umschmeissen werden…. Bild aus Google Maps > 04.06.2026 Wir erhalten diverse Nachrichten von zu Hause. Ich beschließe, spätestens bis zum 25.06. in Deutschland sein zu wollen. Also bedenken wir unsere Situation hier in Schisma. Eigentlich wollten wir hier ja noch einen Tag mindestens länger bleiben… Da sowohl heute als auch morgen wenig Wind vorhergesagt ist, wollen wir nach Sitia motoren. Dort können wir uns auch wieder bevorraten und uns auch ein Fahrzeug leihen. Dann hätten wir diesen Hafen noch gesehen und wären unserer Bucht, in der wir eingetroffen sind, sehr viel näher oder besser gesagt, wir können auch direkt ab Sitia aufbrechen und sparen uns damit den Weg motorend um die Huk zur Bucht. Gesagt getan - und schon sind wir motorend unterwegs. Die ganze Strecke bis Sitia - aber klar, unmittelbar vor dem Hafeneingang dreht der Wind auf. Wie sooo oft! Ich melde uns über VHF 12 an und es meldet sich Sitia Port Control. Ich möchte mich später mit allen Papieren dort bitte persönlich melden. Wir finden längsseits Platz. Von einem Ehepaar eines anderen Bootes erfahren wir, wo die Port Control zu finden ist und dass ich auch noch offiziell zum Büro des Hafenmeisters muss. Da es schon spät ist, werde ich dorthin erst morgen gehen. Ich mache mich also auf zu Port Control. Es ist ein langwieriger Prozess. Alle Papiere werden fotokopiert und Formulare wollen ausgefüllt sein…. Ich werde gefragt, ob ich der Skipper bin. Ich sage, dass wir uns immer abwechseln. Sie sind zufrieden. Ob ich denn auch eine Crewliste habe? Als ich diese zeige, wird der Ton der Dame freundlicher. Die Ausweisnummer von Martin wird daraus entnommen. Ja, ja - hier ist eben die Port Control. Ich frage, ob ich denn morgen noch zum Hafenmeister muss? Ja - der Hafenmeister ist schließlich nicht die Port Control…. Abends gehen wir in eines der Restaurants direkt am Hafen. Das Essen ist vergleichsweise preiswert und wirklich gut. 05.06.2026 Schon morgens werden wir gefragt, ob wir uns 5 m weiter nach vorne verlegen können. Wir sind zwar wenig begeistert, aber stimmen zu. Kurze Zeit später treffen diverse Lastwagen ein. Auf einem ist ein Kran mit Ausleger. Der wird jetzt genau vor der Lücke platziert. Neben uns steht jetzt ein LKW mit diversen Betonklötzen von 5 - 9 to. Ein Taucher ist im Wasser und dirigiert, wohin die Betonklötze platziert werden sollen. Die Arbeiten werden relativ schnell und präzise ausgeführt. Die Leute scheinen kompetent. Witzig aber schon, dass das ganze Vorhaben ohne Absperrband und Parkverbotsschilder ausgeführt wird. Zum Schluss fährt noch ein besonders eiliger Sport- wagenfahrer unter den Auslegern des Kranfahrzeugs durch. Ich gehe zwischendrin noch schnell ins Marina Office, nachdem mich eine Dame auf dem Moped darum gebeten hat. Nach rund 7 min Fußmarsch bin ich dann auch dort. Es ist ein relativ großer Verwaltungsakt. Alle Schiffspapiere und Versicherungen werden fotokopiert (wie auch schon von der Port Control). Am Computer werden alle Daten erfasst und danach werden alle diese Daten nochmals auf einem griechischen Formular analog ausgefüllt. Da ich eh nichts lesen kann vereinbaren wir, dass die Dame alles ausfüllt und ich jetzt hier aber schon an der maßgeblichen Stelle unterschreibe. Es nimmt alles unglaublich viel Zeit in Anspruch und am Ende kommt heraus, dass ich für die beiden Nächte für unser Boot insgesamt Euro 14,35 zu bezahlen habe. Allerdings händigt man mir wieder ein Formular aus, dass noch mit Stempel versehen werden muss. Aber nein, nein - von wegen ich bezahle und fertig. Bezahlen muss man wiederum an einer weiteren anderen offiziellen Stelle, die wiederum zu Fuß in 3 min zu erreichen ist. Immerhin durfte ich dort mit Karte bezahlen und ja - ich habe einen weiteren Stempel erhalten. Danach war der Plan ein Auto anzumieten, damit wir die Insel noch ein wenig abfahren können. Wir waren ja vor über 30 Jahren schon mal auf Kreta - damals Inselhopping mit meinem Fiat Uno. << Fotos Sitia Hafen aus früheren Zeiten im Marina Office Die erste Autovermietung hat zwar geöffnet, eine volle Tasche stand auf einem Besuchersofa, aber keiner da. Also gehe ich zur nächsten Autovermietung in der gleichen Straße, dort ist aber zu. Dann entdecke ich noch eine weitere Autovermietung in der Straße, doch dort gibt es für heute kein verfügbares Auto. Also gehe ich wieder zurück zum ersten Büro und diesmal ist es sogar besetzt. Die Dame kommt gleich ins Erzählen, wieviel Autos sie hat und je länger ich anmiete, umso günstiger wird der Tagespreis. Dazwischen ruft mehrmals wahrscheinlich ihre Mutter an, die gar nicht auf- hören will zu reden. Die Bürofrau sagt mehrmals sorry zu mir. Ich habe Verständnis…. Irgendwann ist dann alles soweit klar, dass sie mir auf dem Parkplatz das Auto zeigt. Der Schlüssel steckt noch und sie nimmt ein scheinbar frisch gereingites Kleidungsstück von der Rückbank heraus. Dann laufen wir vom Parkplatz zurück ins Büro, um den Vertrag zu unterschreiben und zu bezahlen. Mittlerweile ist die Anmietzeit nur noch ein halber Tag…. Wir einigen uns auf 40 Euro statt regulär 50. Ich lege den Führerschein hin für die Formulare… Da ruft die Mutter wieder an. Die Dame schreibt aber meistens weiter und dann kommt noch ein polnisches, junges Paar herein. Auch dieses Paar muss nicht warten - sie ist ganz im Angebotsmodus. Irgendwann sagt sie ins Telefon etwas, was wahrscheinlich „keine Zeit mehr“ bedeutet. Ich räuspere mich. Ich will jetzt nur noch die ausgefüllten Forulare und dann das Go. Sie erkennt, dass sie ihr Augenmerk verstärkt auf mich legen muss und dann gehts endlich los. Die Dame geht dann auch sogleich mit ihrer polnischen Kundschaft hinter mir zum Parkplatz. Die beiden bekom- men jetzt ein Auto für 3 Tage à 40 Euro. Zurück bei Martin und Boot erlebe ich noch die letzten beiden Betonklötze, wie sie im Hafenbecken versenkt werden. Die Marina soll erweitert werden und soll noch in diesem Jahr mehr Platz für Boote erhalten. Bis wir endlich losfahren ist es halb zwei Nachmittags. Nach Heraklion sind es über 2 h Fahrt. Wir fahren schon mal los und checken parallel, wo wir stattdessen hinfahren könnten. Agions NIkolaos kennen wir ja schon per Boot. Am Ende bleibt Heraklion, jedoch müssen wir das Fahrzeug erstmal tanken. Es scheint kurz vor Reserve zu fahren. Also tanken wir für 30 Euro und dann aber los!!! Wir besichtigen den venezianischen Hafen und die Marina in Heraklion. Hier waren wir schon ein- mal vor über 30 Jahren. Dann besuchen wir noch Knossos für 2 x 20 Euro und fahren dann zurück zum Boot. Der Tankinhalt ist ungefähr der Gleiche wie bei der Übergabe. Wir stellen das Auto wie abgesprochen auf dem Parkplatz ab und versorgen den Schlüssel im Handschuhfach. Zum Einkaufen reicht es leider nicht mehr. Das wird also verschoben. Knossos sehr imposant. Pfauen beleben die Anlage 06.06.2026 Es ist guter Segelwind vorhergesagt. Wir legen schon kurz vor Sonnenaufgang um 6 Uhr in der Marina Sitia ab. Per VHF geben wir der Port Control offiziell Bescheid, dass wir wie angekündigt uns auf den Weg nach Karpathos machen. Es ist ein Mann am Funk. Er wünscht uns gute Fahrt und schöne Ferien. Bald nach der Hafenausfahrt begleiten uns 2 - 3 sehr große Delfine für 10 Minuten während wir schon unter Segeln laufen. Wir können sie quasi den ganzen Weg in der gleichen Stellung lassen. Der Wind kommt gleichmäßig mit 16 kn Halbwind oder bisschen höher. Unterwegs treffen wir nur einen Segler kurz vor Karpathos. Hinter der Insel Kasos dreht der Wind mehrmals. Irgendwann verabschiedet sich dann unser Autopilot. Ein Reset bringt nichts. Also wird ab sofort von Hand gesteuert. Um halb 5 Abends lassen wir den Anker in der selben Bucht wie vor einer Woche fallen. Nur ein weiteres Boot - ein Katamaran ist noch hier. Es windet aber schon noch sehr in der Bucht. Wir wissen aber, dass unser Anker hier gut halten wird und gegen später lässt der Wind auch etwas nach. Wir statten einem Restaurant einen Besuch ab, denn wir haben nichts in unserem Eisfach und nicht besonders viel Gemüse für die nächsten Tage vor Anker. Mit dem Essen sind wir solala zu- frieden. Aber immerhin bekommen wir noch eine Art LImoncello und noch ein Dessert auf Kosten des Hauses. Das war wirklich sehr gut. Zurück an Bord waschen wir noch schnell das Geschirr vom Tag weg und schmieden den Plan für unsere Überfahrt nach Tilos. Gerefft unter Segeln Delfine begleiten uns Good bye Kreta 07.06.2026 Wir starten gleich wieder um 6 Uhr und motoren ohne jegliches Lüftchen um die Huk an der Südostseite von Karpathos. Angenehme Segelwinde sind vorhergesagt und es werden 12 - 18 kn Wind in Fallböen bis 30 kn. Die Welle steht schräg vor uns, sodass ständig Wasser übers Schiff läuft. Unter Segeln können wir unseren Kurs Tilos unmöglich halten. Wir fallen ab und nehmen Kurs auf Rhodos. Jetzt läuft die hohe Welle (3 m) schräg von hinten unter uns durch. Die Böen bleiben, aber das Boot läuft viel besser durchs Wasser/Wellen. Um halb 3 Nachmittags machen wir unser Ankermanöver vor Rhodos bei 30 kn Wind in der Bucht. Wir sind insoweit geschützt, dass es keine Welle hat. In der Bucht fließt jede Menge Wasser an uns vorbei. Wie auf einem Fluß. Wir sind uns aber sicher, dass der Anker halten wird. 35 m Kette haben wir ausgebracht bei einer Wassertiefe von ca. 6 m. Das wird auf alle Fälle ausreichen. Flexibilität ist gefragt bei Segeln. Martin ist immer gut vorbereitet und weiss immer um Alternativen. Das war in dem Fall sehr gut. Also müssen wir nun morgen irgendwie in die Richtung Tilos kommen. Wir liegen jetzt weiter östlich als eigentlich gewollt, d. h. wir müssen ziemlich gegen den Wind halten. Mal schauen, was es noch für Optionen gibt. 08.06.2026 Schon morgens 6 Uhr bei 25 - 30 kn Wind am Ankerplatz. Das kann ja heiter werden. Um 4 Uhr war ich schon wach. Unser Boot hat ordentlich geschwojt. Irgendwie schon witzig, dass man dann von einer geschützten Bucht spricht. Aber es ist richtig, denn es steht keine Welle und von daher liegt der Anker sicher. Unter Motor starten wir. Der Wind fegt über die Insel über unser Boot hinweg. Wir sind schon mental auf den Wind und die Welle, die uns am Kap an der Westseite von Rhodos erwartet, vorbereitet. Aber dann ist doch alles unerwartet. Der Wind wird eher weniger, aber wir müssen uns durch Wellenberge durcharbeiten. Sehr steile, kurze Berge und sehr schnell aufeinander- folgend. Wir haben Mühe, das Boot durchzusteuern. Zweimal erwischt uns ein Wellenberg übers ganze Boot und Sprayhood. Das Boot stampft durch die Wellen. Manchmal zeigt der Bug steil nach oben und kippt dann ins Wasser, um dann von der Folgewelle überlaufen zu werden. Also so haben wir uns das wirklich gar nicht vorgestellt! In der Seekarte gibt es eine Markierung, dass hier sehr große Wellen entstehen können. Übrigens ist auch die Leeküste von Karthapos berüchtigt….Wir schaffen es, ums Kap herumzukommen. Der Wind war letztlich gar nicht so schlimm. Allerdings kommt er dann nach dem Kap bei 15 kn und gegenan. Wir motoren erst ums Kap ganz herum und fahren dann schräg weg von der Küste, um uns ein bisschen Freiraum fürs Segeln zu verschaffen. Denn mit Motor kommen wir nur 2 kn voran. Irgendwann haben wir ausreichend Platz und wir setzen die Segel gerefft bei 12 kn. Das Boot läuft gleich viel besser und wir haben 5 kn Fahrt. Danach schläft der Wind sogar kurz ein, sodass wir wieder motoren müssen. Es ist aber nur ein kurzes Stück und dann segeln wir wieder bei 9 - 12 kn Wind, hoch am Wind Richtung der Insel Chalki. Im Ort Chalki liegt alles ruhig da. Wir ankern mit Buganker an einem Schwimmsteg. Es ist ein extrem malerisch schönes Fleckchen hier. Um uns herum einige große Charterboote mit großer Crew. Morgen soll der Wind angenehm zu segeln sein. Vielleicht haben wir Glück und kriegen noch keinen starken Meltemi ab…. Wir wollen zurück nach Samos. Ein Typ vom Nachbarboot fragt uns, woher wir kommen. Wir berichten von dem Wind am Ankerplatz von Rhodos und von den Wellen- bergen am Kap. Er kann es gar nicht glauben. Hier sei es den ganzen Tag schon so ruhig gewesen wie jetzt. 09.06.2026 Am Schwimmsteg neben uns ist ein Charterboot mit 6 Österreichern, die seit 1983 immer einmal im Jahr segeln und skifahren gehen. Eigentlich schön. Wir warten auf den Hafenmeister, denn eigentlich müssen wir unseren Liegeplatz bezahlen. Wir haben es aber nicht ganz eilig, weil der Wind erst gegen Mittag starten soll. Moderate 4 Bft werden erwartet. Das ist ja schon fast langweilig. Uns ist es aber sehr recht, denn gegen starken Meltemi anzkämpfen ist viel schlimmer. Ich habe ja einen festen Termin in Deutschland…. Damit ist alles nicht so entspannt. Immer muss man diesen vor Augen haben. Ich gehe also Morgens noch zum Supermarkt und kaufe Gemüse und aus der Tiefkühltruhe Kotelett und Garnelen. Einen Metzger gibt es hier nämlich nicht, aber immerhin einen Bäcker. Der Ort ist eigentlich wirklich schön, wenn man keine kleinen Kinder hat, um Urlaub zu machen. Es gibt Häuser direkt mit Zugang zum Wasser. Das Wasser hat hier eine wunderschöne Farbe. Ausflugs- boote fahren hier täglich mehrmals ein und aus und man kann sich mit Wassertaxis an den Standstrand nebenan bringen lassen oder zu einer benachbarten Insel. Die Österreicher von nebenan waren gestern oberhalb der Chora in einem „Restaurant“, dass für die 6 Personen ZIege zubereitet hat. jetzt ist auch klar, warum der Schwimmsteg nicht länger ist….. - die Fähre braucht den Platz zum Wenden Gegen 11 Uhr legen wir ab. Es kommt kein Hafenmeister zum Kassieren. Zunächst ist der Kurs gegenan an der Südseite von Chalki. Als wir um die Spitze kommen, können wir segeln. Es sind nur wenige Kreuzschläge, die wir direkt auf die Bucht von Tilos segeln müssen. Unterwegs haben wir um die 15 kn Wind von Nordnordwest. Um 16 Uhr treffen wir in der Bucht Eristos Beach von Tilos ein. Abends gibt es dann mal wieder unsere geliebten Patitirigarnelen. Insgesamt liegen wir hier jetzt zu fünft. In der Ferne hören wir dieLeute von zwei Charterbooten, die sich gegenseitig mit den Dinghis besuchen und Spaß haben. Sie springen von den Booten und vom Baum hängend runter ins Wasser. Wir freuen uns mit ihnen. So hatten wir es auch früher, als unsere Kinder noch mit uns zusammengesegelt sind. Tilos Eristos Beach 10.06.2026 Um 9 Uhr heißt es „Anker auf“ und dann geht es 32 sm (gerade Linie ohne Kreuzen) nach Kos in die Bucht Kamenia, in der wir zu Beginn schon geankert haben. Wir müssen motoren bis wir um die Ecke fahren, aber dann startet der Wind. Als er 10 kn erreicht, setzen wir die Segel und schon sind wir schneller unterwegs als mit Motor. Es ist irgendwie komisch, die Wellen kommen von vorn gegen uns und unsere Logge sagt aber, dass wir mitlaufenden Strom haben. In der Karte ist markiert, dass es hier sehr hohe Wellen geben kann. Ja, dass können wir uns vorstellen, denn obwohl wir max 18 kn Wind haben, ist die See sehr wellig und kabbelig. Wir kreuzen einige Male, weil der direkte Kurs nicht segelnd machbar ist. Unser Boot läuft schön und schlägt sich bestens. Wir müssen ja auch selbst steuern, weil sich unser Autopilot auf dem Weg von Kreta nach Karpathos verabschiedet hat. Von daher sind unsere Mittags- mahlzeiten rudimentärer geworden, was allerdings auch mit der einhergehenden Krängung bei auf Am Wind Kurs zu tun hat. Es ist schon mühsam unfallfrei den Niedergang hoch oder runter zu klettern. In der Küche etwas anzurichten, wenn ständig alles davonrutscht oder schwappt macht keinen Spaß. Aber derjenige, der am Steuern ist, der hat auf alle Fälle Spaß. Um 16 Uhr kommen wir am Ankerplatz an. Hier weht der Wind deutlich weniger. Man merkt, dass wir jetzt in die Saison kommen. Es liegen 8 Segler da. Abends essen wir Kotelett mit griechischem Salat. Danach besprechen wir, wie wir die nächsten Tage entsprechend der Wetterprognose einteilen können. Ich will am 25.06. in Deutschland sein und das Boot soll bis dahin auf dem Trockendock stehen. Wir haben einen fanastischen Segeltag. Vorbei an der Insel Nysiros. 11.06.2026 Wir starten um 8.15 in Kos los. Heute ist noch guter Wind vorhergesagt. Morgen soll es mau sein und danach kommen 2 Tage mit sehr viel Wind. Da ich bald zu Hause sein will und wir vorher auf dem Trockendock stehen möchten, ist unser Ziel möglichst vor den Tagen mit sehr viel Wind in Ormos/Samos anzukommen. Nachdem wir aus der Leeseite der Insel ums Eck kommen, nimmt die Strömung zu und die Wellen steigen an Höhe und Frequenz deutlich. Wir fahren unter Motor etwas über die Kurslinie und setzen dann Segel. Wir müssen kreuzen und nach der dritten Wende sehen wir ein, dass mit abflauendem Wind auf zwischenzeitlich 9 kn und der Welle und Strömung kein Vorankommen ist. Wir geben auf, packen die Segel ein und motoren eine Stunde. Irgendwann dreht der Wind wieder auf 12 kn. Unter Motor haben wir uns etwas Freiraum geschafft und so können wir mit 4,5 kn über Grund segeln. Gleich wird es viel angenehmer an Bord. Unser Schiff schneidet sich durch die Wellen und tatscht nicht mehr auf. Zwei Delfine besuchen uns zwischendurch kurz. Irgendwann sehe ich steuerbordssitzend einen Pfahl bzw. eine Spierboje direkt vor dem Vorsegel stehen!! Direkt am Schiff! Augenblicklich lenke ich das Boot in Luv und löse die Fockschot. Das war sehr knapp! Ein Fischer- netz will man sich nicht einfangen… Um halb 5 Abends kommen wir in Lakki Bay von Leros an. Wir sind ziemlich erledigt, denn immerhin sind wir die letzten Tage immer früh aufgestanden und haben große anspruchsvolle Strecken und schwierigen Bedingungen gesegelt. kurz vor der Einfahrt Lakki Bay wir ankern vor der Marina Leros Guten Abend Lakki Bay 12.06.2026 Wir starten um halb 10 Morgens in Leros und müssen leider unter Motor die Strecke von 20 sm nach Arki zurücklegen. Unterwegs sehen wir einen Tümmler - jedenfalls einen großen Delfin. Um 14 Uhr fällt der Anker in einer der vielen Piratenbuchten hier. Hier wollen/müssen wir 2 Tage aushalten, denn der Wind wird aufdrehen, sodass wir uns hier gut verstecken können. Böen bis 30 kn sind prognostiziert. Wird schon werden. Das Problem ist, dass wir zwar ggf. noch mit 30 kn segeln können, aber in der Marina in Ormos bei diesen Bedingungen nicht mehr anlegen wollen. Des Weiteren gibt es noch einen Düseneffekt, der es auch schwierig machen würde, dorthin anzukreuzen. Einfahrt in die Piratenbucht aus dieser Richtung soll der Wind kommen Von der Insel, die uns Schutz geben soll, hören wir lautes Gemecker. Viele ZIegen mit Lämmern klettern am Ufer entlang. Ein Segler hat sich bereits mit Heckleinen am Ufer festgezurrt. Später werden sich noch 2 weitere Segler ankernd dazu gesellen. Ich plane in dieser Zeit unsere Homepage zu ergänzen, denn die konnte ich die letzten Tage nicht ergänzen. Abends dreht der Wind dann tatsächlich auf. Er bleibt aber unter 30 kn. Wir werden unbesorgt schlafen. …und hier ist noch ein Beispiel eines nicht einge- grabenen Ankers des Bootes, das sich mit Heckleinen be- festigt hat ?! 13.06.2026 Ich bin schon nach 6 Uhr Morgens wach und stehe dann gleich auf. Unser Boot schwojt - es ist aber alles im Grünen Bereich. Wir frühstücken sehr spät. Irgendwann fange ich an, die Homepage zu ergänzen. Vermutlich werde ich morgen auch noch daran arbeiten. Den ganzen Tag windet es unterschiedlich stark bis 27 kn aus Nord bis Nordnordwest. Wir haben es hier mehr oder weniger ge- mütlich und arbeiten einige Sachen auf. Ich die Homepage. Abends gesellen sich noch 2 weitere Ankerlieger zu uns.
Die beiden Übernach- tungen kosten uns 70 Euro zuzügl. Wasser und ggf. Elektrokosten.
Heraklion alter Port
14.06.2026 Wir schlafen relativ lange und nehmen ein kurzes Bad in einer windärmeren Phase. Ansonsten wurschteln wir uns weiter durch den Tag. Die beiden Ankerlieger von gestern Abend gehen morgens, dafür kommt ein anderer mit großer Crew dazu. Wir würden bei den Windverhältnissen normalerweise auch noch segeln, aber der Wind kommt genau gegenan und auf unserem Kurs vor Samos bildet sich eine relativ hohe Welle. Also harren wir hier noch aus und schauen Abends Fussball WM. Immer mal wieder sieht man die Fähre nach Augusta, dem Hauptort hier fahren. Die Griechen haben schon allerhand Aufwand, die vielen Inseln regelmäßig anzufahren, um die dortige Bevölkerung zu versorgen.
15.06.2026 Morgens um halb 10 Uhr heißt es „Anker auf“ und wir starten unter Motor aus dem Inselreich. Wir machen noch einen kurzen Abstecher nach Augusta, dem Hauptort. Hier kann man sich ggf. auch an einen Steg legen - vorausgesetzt es ist noch Platz. Vor einer anderen Insel gibt es ein Bojenfeld direkt vor einem Restaurant. Auch diesen Ort können wir uns ggf. für Gäste vormerken. Unser letzter richtiger Segelschlag wird voraussichtlich heute sein. Wir segeln teilweise mit bis zu 20 kn Wind ganz hoch am Wind Richtung Ormos. Ein paar Wenden müssen wir fahren, um den Kurs zu folgen. Wir haben nochmal richtig Spaß.
Um 14 Uhr kommen wir im ruhigen Ormos ganz ohne Wind an. Unmittelbar vor der Marina war der Wind weg. Wer hätt`s gedacht?!
16.06.2026
17.06.2026
18.06.2026
19.06.2026
< Blick von Restaurant Trata. Hier sind wir fast wie daheim:-)
Wir fahren zu der Boatyard nach Karlovasi ohne jegliches Lüftchen. Das war uns aber schon im Voraus klar, denn wir wollen noch heute oder morgen gleich nach dem Ankommen unsere Genua abschlagen. Das geht am Besten ohne Wind bzw. auf der Werft mit Wind geht es einfach gar nicht. Es würden sonst die anderen dort stehenden Boote gefährden, wenn wir unsere Genua komplett fieren würden. Ab- gesehen davon, will man die Genua ja dann auch zusammenfalten. Wenn der Wind immer dort hinein fegt, ist das aussichtslos. Aber es kommt wieder alles anders als gedacht. Wir kommen um ca. 13.30 Uhr vor der Werft an und werden gebeten noch abzuwarten, da derzeit noch ein Boot in den Gurten hängt und noch ein weiteres Boot ausgekrant werden muss. Also machen wir uns seitlich irgendwo fest und warten auf ein neues Komando. Gegen 16 Uhr werden wir dann tatsächlich ausgekrant. Aris reinigt vorsichtig mit dem Hoch- druckreiniger (und das ist wirklich ein Hooochdruckreiniger!) unser Unterwasserschiff. Danach gibt es einige kleinere Abplatzungen der beiden oberen Schichten des F2 Antifoulingproduktes. Wir werden die Nacht im Kran verbringen müssen, da sich der Motor im Streik befindet. Wir verwerfen den Gedanken, die Genua noch im Kran abzuschlagen, da die Drahtseile voller schwarzen Maschinenfett sind. Wenn das Segel eines davon touchiert, hat es für alle Ewigkeiten einen schrecklichen Fleck.
Wir verbringen also die Nacht im Kran und hoffen darauf, dass der Motor sich morgen wieder starten lässt. Abends läuft die Fähre von Mykonos ein. Im Anschluss daran wird sie nach Ikaria weiterfahren.
Bis Nachmittags nach 15 Uhr werden wir im Kran hängen. Zwischenzeitlich stellt Martin das Abwarten ein und widmet sich dem Projekt „Autopilot“. Er hat ja ein Faible für Elektronik, doch wie er bald feststellen sollte, haben wir ein mechanisches Problem. Eine Stock- mutter der Anlenkstange hat sich lose gearbeitet. Wenn die Reparaturen nur besser zugänglich wären! Von der Werft erhalten wir netterweise eine neue Stockmutter. Genau diese Größe haben wir nämlich nicht an Bord…. Innerhalb kurzer Zeit sieht also unser Boot wieder aus wie implodiert. Das Bett mit den Brettern muss weggeschraubt werden und das Werkzeug ist unter den Sitzbänken im Salon. Immerhin kann alles noch am selben Tag repariert werden. Toll Martin! Spätestens jetzt versteht man die Käufer von größeren Booten. Die müssen dann nämlich nicht soviel auf wenig Platz unterbringen. Als alles aufgeräumt ist, geht Martin duschen und ich fahre mit dem Scooter einkaufen. Zwischenzeitlich steht unser Boot jetzt auf dem Trockendock. Als ich zurückkomme wird der Wind angestellt. Ohje - und wir haben die Genua noch angeschlagen. Die haben wir ganz aus dem Fokus verloren. Jetzt können wir nur noch hoffen, dass der Wind am Abend nochmals nachlässt oder morgens noch lau ist. Denn es war ja zuletzt viel Wind vorhergesagt. Deshalb waren wir von Ormos auch gleich wieder nach Karlovasi gestartet. Es bleibt also spannend. Abends schauen wir Fußball. Der Wind bläst in den Stoffscreen und lässt ihn flattern…..
Um dreiviertel 7 sitzen wir schon beim resten Kaffee
Blick Richtung Karlovasi Port
Martin wird früh wach. Es hat keinen Wind also weckt er mich. Noch schlaftrunken stimme ich aber sofort zu, das Vorsegel jetzt abzuschlagen. Ganz leise arbeiten wir an Deck. Es ist noch zu früh für Diskussionen. Kurze Zeit später haben wir schon ein Bündel, das wir später ins Cockpit hinters Steuer stellen werden. Bald darauf gewittert es und es geht wirklich ein Minischauer herunter. Da wir im Frühjahr nur noch das „Antifouling“ unter den Stützen aufgebracht haben und dann gleich ins Wasser gekommen sind, fange ich mit den Arbeiten an, das Optiprop von F2 auf die Edel- stahlteile am Rumpf aufzubringen. Es sind auch wieder 3 Lagen und vorher muss gesäubert und aufgeraut werden. Martin hilft mir dabei. Eigentlich ist das Produkt auch für die Welle und den Propeller gedacht. Da unser Propeller aber noch so schön neu ist und sich einfach mit Säure reinigen lässt, sehen wir von diesem Vorhaben ab. Lediglich den Propeller des Bugstrahlruders werde ich damit einstreichen. Mal schauen, wie sich der Belag darauf hält.
Gleich früh morgens starte ich schon die erste Waschmaschine. Anschließend bringe ich die letzte Lage des OptiProps auf. Von Insieme, die den Vertrieb von den F2 Produkten haben, bekomme ich die Information, dass wir ein kleines Gebinde kostenlos erhalten werden, um die Schadstellen am Rumpf auszubessern. Sie meinen, dass die Werft mit zuviel Druck gearbeitet hat und dass die Beschich- tung erst nach 3 Monaten im Wasser voll ausgehärtet ist. Na da kommt Freude auf! Dann wäre das Produkt ja gar nicht geeignet für die meisten Anwender. Wir versuchen uns nicht zu ärgern und werden im Herbst vor oder nach unserem nächsten Aufenthalt die Stellen aus- bessern. Wir haben auch vom Krangurt noch eine schadhafte Stelle, weil der Kran über eine Bodenunebenheit gefahren ist und das Boot minimal ins Schaukeln kam. Wir werden also sehen :-((
20.06.2026 Wir gehen an die letzten Arbeiten wie: - Ankerkette im Ankerkasten mit Süßwasser abspritzen - Handwäsche - Schlüssel übergeben - Beschilderung der Mastklemmen ersetzen - Schwätzchen mit den Bootsnachbarn führen …..
Und hier kann das Ablagebrett im Cockpit wieder in Betrieb genommen werden. Martin hat es neu verfugen müssen, weil Regenwasser in das Holz eindringen konnte.
Die Klemmen am Mast erhalten eine neue Beschilderung:-))